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Silke Birnhuber .
Silke Birnhuber
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L-Carnitin ist eine körpereigene Substanz, die aus den Aminosäuren Methionin und Lysin in Leber, Nieren und Hoden gebildet wird. 98% des gesamten Körpercarnitins findet man in der Skelettmuskulatur und im Herzmuskel. 1,6% in Leber, Nieren und Hoden, den Rest im Blutstrom. Das Gesamtkörpercarnitin beträgt ca. 27g.
Im Plasma findet man ca. 40-60 µMol/L, im Muskel 4-5 mMol/L d.h. die Aufnahme in die Muskulatur erfolgt entgegen eines großen Konzentrationsgradienten.

Carnitin ist ein Endprodukt des Stoffwelches und wird über Harn und geringfügig über den Stuhl ausgeschieden. Die Auscheidungsrate richtet sich nach der Ernähurngsform: bei fleischloser Kost ca 20mg/Tag, bei fleischreicher Kost bis zu 60 mg/Tag. Die Biosyntheserate liegt bei ca. 20 mg/Tag.
L-Carnitin wird vordergründig für den Transport der langkettigen Fettsäuren vom Zytoplasma durch die Mitochondrienmembran benötigt, welche die Membran nur in Form von Acylcarnitinestern passieren können. Die Carnitin-Palmityl-Transferase katalysiert die Koppelung der Fettsäuren an Carnitin.
Die Idee einer Supplementation ist ein erhöhter Fettsäurenabbau und dadurch ein Glykogenspareffekt im Leistungs-und Hochleistungssport,um am Ende von Belastungen (z.B Sprints) mit den gesparten Glykogenreserven einen Vorteil haben.
Zusammenfassend kann als Ergebnis aller seriösen Studien gesagt werden, dass eine Carnitin-Supplematation nur dann einen positiven Einfluss auf die Fettsäurenverbrennung hatten, wenn ein Mangel vorlag loder wenn mindestens 24 Wochen lang 4g – in Kombination mit 160g Mono – u. Disaccheriden in 1,4L - -Lösung – supplementiert wurden.

Eine kurze und sporadische Applikation, wie in der Praxis üblich und postuliert, bringt hinsichtlich „weight management“ nichts, da die Konzentration im Muskelgewebe schon um das 100fache höher sind als im Plasma. Daher liegt kein passender L-Carnitin-Gradient vor. Es muss jedoch vor Langzeitapplikationen insofern gewarnt werden, da möglicherweise langfristig nachteilige Folgeerscheinungen auftreten können. (Einfluss auf die Insulinsenitivität, Diabetes II, Leber- u. Nierenschädigung). Geeignete Untersuchungen über Langzeitauswirkungen einer regemäßigen und konsequenten Carnitinsupplementation sind notwendig
2015-05-06 11:49
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